Erstes Stützlager aus Polyamid für das Pkw-Fahrwerk

Leichtbauvariante von ContiTech spart 25 Prozent Gewicht gegenüber Aluminiumdesign ein.

Stützlager aus Polyamid Das Federbeinstützlager ist weltweit das erste Lager aus glasfaserverstärktem Polyamid, das im Fahrwerk von Pkws eingesetzt wird. Für die Vorder- und Hinterachse gibt es unterschiedliche Ausführungen.
Foto: ContiTech

ContiTech Vibration Control hat ein Stützlager für das Federbein entwickelt, bei dem auch glasfaserverstärktes Polyamid BASF Ultramid als Hauptträgerkomponente zum Einsatz kommt. Es ist das erste Lager aus diesem Material, das im Fahrwerk sowohl in der Vorder- als auch an der Hinterachse von Pkws eingesetzt wird. Im Vergleich zu bisherigen Varianten aus Stahl oder Aluminium bietet es deutliche Vorteile: eine Gewichtsersparnis von rund 25 Prozent und eine längere Einsatzdauer. Gleichzeitig erhöht sich der Fahrkomfort durch ein hoch isolierendes Gummielement. Zusammen mit General Motors LCC hat ContiTech das Stützlager für den neuen Cadillac CT6 entwickelt, der Ende 2015 auf den Markt kommt.

Im Pkw ist das Federbeinstützlager die Schnittstelle zwischen dem Federbein und der Karosserie. Es ermöglicht eine präzise und reibungsarme Drehbewegung des Federbeins im vorderen Teil des Fahrzeugs und sorgt so für einen optimalen Kontakt des Reifen zur Straße, wodurch sich das Fahrzeug leichter lenken lässt.

Das neue zweiteilige Drei-Pfad-Lager von ContiTech besteht sowohl aus glasfaserverstärktem Polyamid als auch aus Aluminiumkomponenten. Durch das neuartige Design hält es selbst Stoßbelastungen von 75 kN stand, die zum Beispiel bei Fahren durch extreme Schlaglöcher entstehen können. Durch das Stützlager wirken zudem nur geringe Gegenmomente auf den Stoßdämpfer. Dadurch wird auch dieses Bauteil weniger belastet und die Sicherheit im Fahrzeug erhöht.

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