Ab durch die Röhre – mit Schallgeschwindigkeit


Unsere Hochleistungsriemen unterstützen die Forschungsarbeiten junger Nachwuchskräfte für die Hyperloop-Entwicklung.
 

Ab durch die Röhre – mit Schallgeschwindigkeit
Ein Riemen von Continental treibt den HyperPodX an, der von Studierenden des kooperativen Studiengangs Engineering Physics der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg entwickelt wurde.

Mit der Vorstellung seines Konzeptes 2013 hat Elon Musk das Thema Hyperloop in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und einen wahren Hyperloop-Hype ausgelöst, der Experten und Entwickler auf der ganzen Welt bewegt – so auch Continental. Für die Hyperloop- Entwicklung des Studententeams des kooperativen Studiengangs Engineering Physics der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg lieferten wir jüngst den passenden Hochleistungsriemen und standen den Studenten mit Rat und Tat zur Seite.

Das Konzept des Hyperloops an sich ist eigentlich ein alter Hut: Bereits 1812 hatte der Brite George Medhurst die grundlegende Idee des Hyperloops „erdacht“. Eine Kapsel – wahlweise mit Personen oder Gütern an Bord – wird durch Röhren mit Unterduck geschossen – ähnlich der altbekannten Rohrpost, die durch lange verwinkelte Röhren in Gebäuden saust. Der Hyperloop allerdings soll die Passagiere und Güter in bis zu 1200 km/h, also in Schallgeschwindigkeit, von A nach B bringen. Soweit das Konzept.

Ab durch die Röhre – mit Schallgeschwindigkeit
Foto: Petmal/iStockphoto

Was die Experten auf aller Welt bewegt, ist die Umsetzbarkeit der Technologie. Wer finanziert den Bau der abertausenden Kilometer Röhren? Können solche Trassen überhaupt in Landschaft und Infrastruktur integriert werden? Wie lange wird es dauern, bis ein solches Szenario Realität wird?

Grundsätzlich hängt die Frage der Umsetzbarkeit auch von dem Einsatzgebiet des Hyperloops ab. In den USA, wo die Idee erneut aufgekommen ist, eignet sich die geografische Struktur eher für ein zusätzliches Trassen-Netz als beispielsweise im dichtbevölkerten städtisch geprägten Mittel-Europa, obwohl es auch hier vielversprechende Projekte und erste Teststrecken für den Hyperloop gibt. Ebenso stehen dünnbesiedelte Regionen in Kanada, Teilen Asiens, Australien und Afrika als mögliche Zielregionen im Fokus der Entwickler.

Ab durch die Röhre – mit Schallgeschwindigkeit
Studierende des kooperativen Studiengangs Engineering Physics der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg entwickeln mit dem HyperPodX die Zukunft der Mobilität – und Continental unterstützt sie dabei.

Doch bei allen Fragen wird schnell deutlich, dass es sich bei der Hyperloop-Technologie nicht nur um eine vage Zukunftsvision handelt. Ihre Vorteile in Sachen Energieeffizienz könnten bahnbrechend sein: Die kapselartigen Fahrzeuge basieren auf Magnetschwebe- oder Luftkissentechnik, die geringen Luft- und Reibungswiderstände sorgen für einen sehr energieeffizienten Ablauf. Und allein die Anzahl an Forschern, Entwicklern und Projekten, die sich auf der ganzen Welt mit der Umsetzung des Hyperloops beschäftigen, untermauern dessen Potential, die Mobilität zu revolutionieren. Potential, das auch wir erkannt haben. Bereits heute unterstützen und treiben wir Hyperloop-Projekte voran – wie die Entwicklung des Studententeams des kooperativen Studiengangs Engineering Physics der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg: Den Hyperloop hat das Team im Rahmen eines internationalen Hyperloop-Wettbewerbs in Kalifornien (USA) für das Projekt „HyperPodX“ gefertigt.

Hans-Jürgen Duensing

Hans-Jürgen Duensing, Mitglied des Continental-Vorstands:

„Wir sehen in neuen Schienenverkehrslösungen wie dem Hyperloop eine vielversprechende Zukunftstechnologie und geben unser Know-how aus über 90 Jahren Branchenkenntnis an die Ingenieure von Morgen weiter.“


Den Antrieb übernimmt dabei einer unserer Hochleistungsriemen. Er treibt den Elektromotor, der im 250 kg schweren Hyperloop-Prototypen verbaut ist und eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 500 km/h ermöglicht, an. Dafür benötigte das Studenten-Team ein hohes Drehmoment und einen sehr leistungsstarken Riemen. „Unser Riemen ist mit seiner Konstruktion aus Carboncord und Polyurethan sowohl extrem energieeffizient, als auch sehr schmal gebaut und deshalb enorm leicht. Zudem ist er ohne Wartung sehr zuverlässig. Somit konnten wir den Studierenden eine passende Lösung bieten“, sagt Alexander Behmann, Anwendungstechniker für Antriebsriemen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Team aus Studenten der Bereiche Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik und Wirtschaftswissenschaft der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg platzierte sich unter den Top 10 des Wettbewerbs.

Und so wird nach und nach aus einem visionären Konzept aus dem Jahre 1812 möglicherweise doch noch eine Erfolgsgeschichte, die die Mobilität in der Zukunft mitprägen kann.

Mehr dazu

Downloads