Highspeed-Trassen der Superlative


Mit unseren Luftfedersystemen für Instandhaltungs- und Interventionsfahrzeuge leisten wir einen Beitrag zur zuverlässigen Mobilität zwischen Chinas Megacities.

Wer sich heute in der 6,8 Millionen Einwohner zählenden chinesischen Metropole Kunming in den Zug setzt und mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 350 km/h fünf Provinzen durchquert, kann nach nur knapp elf Stunden Fahrt im 2.264 Kilometer entfernten Shanghai wieder aussteigen. Die längste Hochgeschwindigkeitsstrecke der Welt verkürzt damit die Fahrzeit um 23 Stunden. In Europa benötigt die Bahn 31 Stunden für eine vergleichbare Distanz von Köln nach Moskau.

Highspeed-Trassen der Superlative

Damit Chinas Highspeed-Züge Menschen sowie Güter schnell, sicher und energieeffizient an ihr Ziel bringen können, sind neben dem Ausbau auch Instandhaltung und Wartung des gesamten Netzes und seiner Oberleitungen unerlässlich. Hier kommen unsere Luftfedersysteme für moderne Instandhaltungs- und Interventionsfahrzeuge ins Spiel: Denn die Anforderungen an Oberleitungen für Schnellstrecken sind in puncto Qualität, Zuverlässigkeit, Betriebssicherheit und Verfügbarkeit immens. Ende 2014 haben wir unsere Systeme für die Schnellinterventionsfahrzeuge zur Instandhaltung des chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzes ausgeliefert. Die Fahrzeuge sind universell einsetzbar: Von der Instandhaltung und Wartung über die Kontrolle, Sicherheitsprüfungen, und Störungsbehebungen bis hin zur Erneuerung sowie dem Bau von Oberleitungen deckt es das gesamte Leistungsspektrum für den Streckenerhalt und -bau ab.

In Rekordzeit sicher zum Einsatzort: Wenn jede Minute zählt, ist Continental am Zug

Highspeed-Trassen der Superlative

Unser Luftfedersystem mit Sekundärfederung zwischen Drehgestell und Hauptrahmen sorgt dafür, dass das Instandhaltungsfahrzeug sicher und eigenständig mit Geschwindigkeiten von 160 km/h zum nächsten Einsatzort fahren kann. „Dafür muss es teilweise Strecken von 2.500 km überwinden. Durch die schnelle Überfahrt zum nächsten Einsatzort kann das Schnellstreckennetz wesentlich effizienter gewartet werden. In wirtschaftlicher Hinsicht stellt das einen enormen Kundennutzen dar“, erzählt Günther Sengeis, Key Account für Luftfedersysteme bei Continental in Österreich.

Schon seit den 1990er Jahren setzt China auf die Schiene als umweltfreundliche, zuverlässige und leistungsfähige Transportlösung und baut das Netz seitdem in beeindruckendem Tempo aus: Es soll bis zum Jahr 2020 von 19.000 auf 30.000 Kilometer noch deutlich weiterwachsen. 80 Prozent aller Großstädte sollen dann per Schnellzug erreichbar sein. Die Bahn bildet ein wichtiges Rückgrat für den Personen- und Güterverkehr zwischen Chinas Metropolen. Mit unseren Luftfedersystemen für Instandhaltungsfahrzeuge unterstützen wir in diesem Gefüge die sichere und zuverlässige Mobilität in China. Unser System fängt außerdem Vibrationen und Stöße so weit auf, dass Unebenheiten im Fahrweg kaum spürbar sind. So können Arbeiter während der Überfahrt die zugeigene Werkstatt nutzen, um wichtige Vorbereitungen zu treffen. Je schneller die Arbeiten erledigt sind, desto eher können Gleissperrungen wieder aufgehoben werden. „Aufgrund eines steigenden Zeitdrucks werden Einsatzzeiten zunehmend knapper. Entsprechend ist noch mehr Effizienz gefragt“, hebt Sengeis hervor.

Klimatische Bedingungen stellen höchste Anforderungen an das Material

Durch die enorme Größe Chinas gibt es 18 verschiedene Klimazonen mit teilweise extremen Gegensätzen: Besonders lange und beständig kalte Winter mit Temperaturen von -25 °C bis -40 °C, und sengender Hitze im Sommer mit +40 °C sind typisch für die Landesteile im Norden, während die Regionen im Osten und Südosten subtropisch von sehr heißen Sommern geprägt sind. Diese Vielfalt an klimatischen Bedingungen stellt höchste Anforderungen an unsere Materialien, die verlässlich über möglichst lange Zeiträume und landesweit bei Hitze und Kälte funktionieren müssen. Damit sind die Luftfedersysteme sehr viel größeren Beanspruchungen ausgesetzt als zum Beispiel in West-Europa. Unser Know-how haben wir in Europa über Jahrzehnte optimiert, sodass wir eine hohe Temperaturbeständigkeit kombiniert mit Abriebfestigkeit und einer hohen Widerstandsfähigkeit gegen Ozon-, UV- und Medieneinwirkung anbieten können. Unser Wissen haben wir gemeinsam mit unseren Kunden über regionale Besonderheiten wie Klima und Streckenverhältnisse erweitert. So können wir heute stets die optimale Lösung für den jeweiligen Markt entwickeln.

Günther Sengeis Günther Sengeis arbeitet als Key Account für Luftfedersysteme bei Continental in Österreich:

„Unser Luftfedersystem sorgt dafür, dass Instandhaltungsfahrzeuge sicher und eigenständig mit Geschwindigkeiten von 160 km/h zum nächsten Einsatzort fahren können. Durch die schnelle Überfahrt kann das Schnellstreckennetz in China wesentlich effizienter gewartet werden.“