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Mehr Fahrkomfort durch Luftfedern
Luftfedersysteme für Busse und Schienenpersonenverkehr
Innovative Luftfedertechnologie für den Schienenpersonenverkehr
Chinesischer Transrapid, Frankreichs Rekordzug TGV oder sein deutsches Pendant, der ICE 3 – Luftfedersysteme von ContiTech sorgen weltweit für maximalen Fahrkomfort bei extremen Geschwindigkeiten. Im Transrapid beispielsweise übernehmen ContiTech Luftfedern die elastische Lagerung der Fahrgastzelle und tragen so entscheidend zu Komfort und Sicherheit bei.
ContiTech Luftfedern setzen zudem weltweite Standards bei der Sekundärfederung moderner Reisezugwagen. Zwischen Drehgestell und Wagenkasten platziert, entkoppeln sie diesen weitgehend von Unregelmäßigkeiten in der Gleisanlage und ermöglichen das Ausstellen des Drehgestells in Bogenfahrten. Die Teilnehmer der TGV-Rekordfahrt im April 2007 konnten sich bei 574 km/h vom Federungskomfort der ContiTech Luftfedersysteme überzeugen.
Der komfortbestimmende Vorteil der Luftfederung von Reisezugwagen besteht darin, dass sich ihre Federungseigenschaften entsprechend des Beladungszustandes anpassen lassen. Zurzeit erfolgt die Niveauregelung durch Pneumatikventile, die über ein Hebelgestänge betätigt werden. ContiTech hat einen berührungslosen Höhen- und Drucksensor in eine Luftfeder integriert. Damit ist die technische Voraussetzung für den Einsatz elektronisch geregelter Luftfedersysteme mit elektrisch betätigten Ventilen geschaffen.
Die konventionelle Niveauregelung verursacht erhöhte Luftverluste, weil sie permanent aktiv ist und während der Fahrt auch dynamische Änderungen des Niveaus ausregelt. Um diesen Effekt zu vermindern, haben die mechanisch betätigten Pneumatikventile um ihre Nulllage eine „passive Zone“, in der die Luftfeder weder be- noch entlüftet wird. Die elektronische Regelung verringert die Anzahl der Stellvorgänge erheblich, weil sie das Fahrniveau nur nachregelt, wenn sich durch das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste die Beladung geändert hat. Der integrierte Ultraschallsensor liefert die Istwerte der Federhöhe und des Balgdruckes an das elektronische Steuergerät, das die Magnetventile zum Be- bzw. Entlüften des Systems betätigt. So lässt sich das Fahrzeugniveau an unterschiedliche Bahnsteighöhen anpassen.
Ferner werden durch den Ultraschallsensor Informationen für die lastabhängige Ansteuerung der Bremsen gewonnen. Der Ultraschallsensor steht kurz vor der Serienreife. Für den Einsatz in Nutzfahrzeugen hat er bei verschiedenen Herstellern bereits erfolgreiche Fahrzeugtests bestanden.
So können zukünftige Schienenfahrzeuge die Vorteile nutzen, von denen luftgefederte Straßenfahrzeuge schon lange profitieren:
- geringerer Luftverlust
- genauere Ausregelung des Fahrniveaus
- Einstellung veränderlicher Sollniveaus.
Innovative Luftfedertechnologie für Busse
Der neue Überlandbus Citaro LE der Daimler-Tochter EVOBus – eine Kreuzung aus Niederflur-Stadtbus und Hochboden-Überlandbus – hat wegen seines Fahrverhaltens für positive Schlagzeilen gesorgt. Die Kombination von Einzelradaufhängung vorn, Reisebusachse hinten und ein erheblich vergrößertes Luftvolumen der Federung an beiden Achsen tragen zu einem sehr komfortablen Geradeauslauf bei.
Maßgeschneiderte Luftfedersysteme von ContiTech haben hieran einen großen Anteil: Durch den Einsatz von Kunststoff statt Metall bei der Konusplatte ist das Luftfedersystem korrosionsbeständig. Zusammen mit einem leichteren Kolben gelang es, das Gewicht des Systems um mehr als 20 % zu reduzieren. Durch das neue System können beim Absenken des Fahrzeugs an den Haltestellen wertvolle Sekunden eingespart werden. Damit ist der Citaro den Wettbewerbern einen entscheidenden Schritt voraus.
Die Basis dieses Kooperationserfolgs war die Einführung eines Baukastenprinzips für Luftfedersysteme. Damit kann ein Produkt so konfektioniert werden, dass es die unterschiedlichen Anforderungen von Luftfederungen in Stadt-, Überland und Reisebussen erfüllt.
ALSTOM Transport / P.Sautelet
