Suche

 

Wellenkraft – Luftfederbälge für Pelamis

Luftfedersysteme für industrielle Anwendungen

Die Kraft der Meereswellen

Etwa 15% des weltweiten Strombedarfs könnten nach Berechnungen des Internationalen Energierats (WEC) durch Wellenkraftwerke gedeckt werden. Allein in Europa schlagen alljährlich Wasserwellen mit einer Energiemenge von rund einer Milliarde Megawattstunden gegen die Küsten. Damit ließen sich 5 bis 10% des Energieverbrauchs der EU-Staaten decken. Erneuerbarkeit, Emissionsfreiheit und Klimaverträglichkeit des Energieträgers sprechen dafür, dass das Interesse an dieser Form der Wasserkraftnutzung in Zukunft wachsen wird.

Das schottische Unternehmen Pelamis Wave Power Ltd. hat eine Lösung entwickelt, um aus der Wellenkraft Energie zu gewinnen. Vier riesige Stahlröhren werden durch Scharniergelenke flexibel verbunden. Diese Einheit schwimmt schlangenähnlich auf der Wasseroberfläche und ist mit Trossen am Meeresgrund so verankert, dass sie sich immer quer zum Wellenkamm ausrichtet. Das Auf und Ab der Wellen bewirkt, dass die einzelnen Stahlröhren in Schwingungen zueinander versetzt werden. In drei Power-Modulen zwischen den Schwimmkörpern nehmen hydraulische Zylinder die Bewegung auf und pumpen mit ihren Kolben sechs Hydraulikgeneratoren an, die 750 Kilowatt Strom erzeugen. Ein Unterseekabel verbindet das Kraftwerk auf See mit dem Stromnetz an Land.

Pelamis wandelt bis zu 80% der aufgenommenen Wellenenergie in elektrische Energie um. Am effizientesten arbeitet die Offshore-Anlage in einer Entfernung von fünf bis zehn Kilometern von der Küste. Dort, wo das Meer 50 bis 100 Meter tief ist, besitzen die Wellen die für diese Art der Energiegewinnung optimale Höhe von drei bis sechs Metern, gleichzeitig sind die Kosten für das Unterseekabel geringer als weiter draußen auf offener See.

Beim Meereskraftwerk Pelamis sorgen innovative Luftfederbälge von ContiTech für hochflexible und widerstandsfähige Dichtungen zwischen den Stahlröhren und den Hydraulikzylindern. Bei der Entwicklung dieser neuartigen, öl- und seewasserbeständigen Spezialbälge mit Anschlussteilen aus Edelstahl konnte auf die Erfahrungen und die Werkstoffpalette aus der Produktfamilie der Rohrverbinder zurückgegriffen werden.

PELAMIS im Einsatz

  • Seit 2004 hat ein 120 Meter langes, Pelamis Meereskraftwerk vor der Küste der Orkney Islands, an der Nordspitze Schottlands, wo sich Nordsee und Atlantik treffen, seine Leistung und Ausdauer bewiesen. Im kommenden Jahr wird der schottische Energieversorger Scottish Power vor Orkney die größte Wellenfarm der Welt bauen.
  • Derzeit werden drei rund 140 Meter lange und 750 Tonnen schwere Seeschlangen im portugiesischen Norden vor Povoa de Varzim zur ersten kommerziellen Energiegewinnung installiert. Wenn Pelamis die Erwartungen erfüllt, sollen 28 Maschinen dazukommen.

Kontakt

Pelamis <
Pelamis