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Presseartikel ContiTech
ContiTech setzt neue Meilensteine beim Leichtbau für Automobile
Hannover, im April 2010Hohe Materialkompetenz ermöglicht maximale Gewichtseinsparung vom Motor bis zum Fahrzeuginnenraum.
Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und steigende Energiepreise: Die Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und damit Emissionen gewinnt in allen Bereichen der Technik an Bedeutung. Auch die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen: Ihre Kunden wollen nicht nur umweltfreundlichere und effizientere, sondern auch immer günstigere und zugleich komfortablere Fahrzeuge. Eine der Schlüsseltechnologien für sparsame, umwelt- und klimafreundliche Autos ist der Leichtbau. Mit seinen jahrzehntelangen Erfahrungen in der Kautschuk- und Kunststofftechnologie erschließt ContiTech seinen Kunden neue Anwendungsbereiche und ist ganz vorne mit dabei, wenn es um das Thema Leichtbau geht. Motorlager, Schlauchleitungssysteme für flüssige Medien oder Oberflächenmaterialien für den Fahrzeuginnenraum – mit jeder einzelnen Komponente leistet ContiTech einen Beitrag zum Leichtbau. Eine Auswahl präsentiert ContiTech im Rahmen des Themenparks Leichtbau während der Hannover Messe 2010 in Halle 6.
Mit einem neuartigen Kunststoff-Getriebequerträger hat ContiTech die Nutzung von lasttragenden Elementen in Leichtbauweise in die Automobilindustrie eingeführt.
Photo: ContiTech
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Hochbelastbare Aggregatlager aus Kunststoff
Einer der wichtigsten Ansätze beim Thema Leichtbau und Gewichtsreduzierung ist die Substituierung von Metallen durch Kunststoffe. ContiTech geht diesen Weg konsequent und hat als erster Automobilzulieferer hochbelastbare Aggregatlager aus Kunststoff entwickelt und damit die Nutzung von deutlich leichteren lasttragenden Elementen in die Automobilindustrie eingeführt. Dazu zählen unter anderem Motor- und Getriebelager, Pendel- und Drehmomentstützen, die bis zu 50 Prozent Gewicht einsparen und energieschonend produziert werden. Die neuartigen Lager finden sich sowohl in aktuellen GM-Modellen – zum Beispiel im Opel Insignia – als auch in der Pkw-Oberklasse: Ein Buchsenlager für die Getriebelagerung aus Polyamid ist serienmäßig beim BMW 740i und 750i.
Betrachtet man den Umwelteinfluss auch im Hinblick auf die Herstellung und Verwertung, so bietet das neuartige Getriebelager weitere Vorteile: Da Kunststoff bei geringeren Temperaturen formbar ist als Aluminium, benötigt der Fertigungsprozess erheblich weniger Energie. Hinzu kommen die vielfältigen Möglichkeiten im Recycling. Selbst die Logistik ist minimiert: Üblicherweise beziehen Lagerhersteller auf dem Weltmarkt metallische Bauteile aus spezialisierten Fertigungswerken (z. B. Gießereien). Dabei wird Material über teils sehr weite Strecken transportiert. Die neuen Aggregatlager von ContiTech hingegen werden in einer hoch automatisierten Serienfertigung direkt am Standort Hannover produziert.
Leistung und Umweltbewusstsein im Einklang
Dass Leistung und Umweltbewusstsein längst keine Widersprüche mehr sein müssen, zeigt das Beispiel Porsche Panamera. Der viertürige Premium-Gran-Turismo ist mehr als 400 kg leichter als vergleichbare Modelle. Erreicht wird das durch den massiven Einsatz von Leichtbaukomponenten, an dem gleich mehrere Lösungen von ContiTech ihren Anteil haben. Eine davon ist die innovative Pendelstütze. Das Hochleistungsverbundbauteil – aus einem hochfesten Polyamid und einer funktionsoptimierten Naturkautschukmischung – sorgt für stabile Abstützung von Motordrehmomenten bis zu 650 Nm bei sehr guter Akustik und Fixierung des Motors im Fahrzeug. Im Vergleich zu einer metallischen Komponente mit vergleichbarer Funktionalität spart der Sportwagenbauer 35 Prozent an Gewicht ein.
Eine echte Herausforderung: Nur 900 g bringt die neue Getriebeölkühlerleitung für den Porsche Panamera auf die Waage.
Photo: ContiTech
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Auch ContiTech Fluid Technology trägt zu der Gewichtseinsparung beim Porsche Panamera bei. Rund 2 Kilogramm wog bislang die Getriebeölkühlerleitung beim Cayenne, die neue Leitung bringt jetzt nur 900 g auf die Waage. Sie besteht aus einem Aluminiumrohr mit dünner Wandstärke. Zusätzlich wurde die Zahl der Komponenten verringert. Sämtliche Anschlüsse entstehen durch Umformen statt Anlöten, und der Schlauchanteil wurde auf Minimallänge verringert.
Hersteller setzen auf Kunststoff
Anders als Porsche beim Panamera setzen auch viele Automobilhersteller bei den Getriebeölkühlerleitungen auf Schläuche aus Kunststoff, wenn es darum geht, Gewicht einzusparen. ContiTech bietet für die Kunststoffleitungen sowohl ein- als auch mehrlagige Lösungen an. Die mehrlagige mit extrudiertem Kunststoffrohr, Haftvermittler und aufextrudierter Außenschicht bietet nahezu die gleiche Flexibilität wie ein Elastomerschlauch, bei geringerem Gewicht. Auch bei der Herstellung von Ladeluftleitungen setzt ContiTech verstärkt auf Kunststoff, wie bei den neuen Lösungen auf der Basis von 3-D-Blasformtechnik.
Die recycelbaren halogenfreien TPO-Innenraumfolien TEPEO® und TEPEO 2® erzielen im Vergleich zu herkömmlichen PVC-Folien Gewichtsvorteile von bis zu 50 Prozent.
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Innovative Oberflächenmaterialien
Wenn es um die Reduktion von Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen geht, setzt auch Benecke-Kaliko insbesondere auf die Entwicklung leichter Materialien. Die recycelbaren halogenfreien TPO-Innenraumfolien TEPEO® und TEPEO 2® in der neuen E-Klasse von Mercedes-Benz (Türverkleidung) oder dem neuen 5er BMW (Instrumententafel) erzielen zum Beispiel im Vergleich zu herkömmlichen PVC-Folien je nach Konstruktion Gewichtsvorteile von 25 bis 50 Prozent, da diese auf Polyolefinen basierenden Materialien eine geringere Dichte haben. Somit lassen sich Gewichtseinsparungen je nach Anwendungsfall von über 2 kg pro Fahrzeug problemlos realisieren. Und sie kommen ganz ohne Weichmacher aus, weil die notwendige Flexibilität ausschließlich durch die Zusammensetzung der polymeren Rezepturkomponenten erreicht wird. Auch das Produkt Benova®, das ebenfalls zur Gewichtseinsparung beim Porsche Panamera oder beim neuen Audi A8 beiträgt und das über dieselbe Haptik wie echtes Leder verfügt, ist halogenfrei, verzichtet auf Weichmacher und kann aufgrund seiner höheren Materialfestigkeit ein deutlich geringeres Flächengewicht aufweisen.
WEITERE INFORMATIONEN
HANNOVER MESSE 2010
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